Schmerzen bei Tumorerkrankungen
Bei Patienten mit Tumoren, die starke Schmerzen verursachen und bei denen eine Standardtherapie nicht ausreichend ist, erfolgt eine Vorstellung zur Ergänzung der laufenden Schmerztherapie.
In der Regel nehmen wir hierbei keinen Einfluss auf die onkologische Therapie, sondern kümmern uns überwiegend um die verursachten Symptome.
Bei bestimmten Tumoren setzen wir auch Methadon ein, wenn dadurch zusätzlich eine Beeinflussung des Tumors erreicht werden kann.
Wichtig für unsere Therapie ist, dass wir ausreichend Informationen zu dem Tumor und seiner Ausbreitung erhalten, damit wir gezielt vorgehen können.
Daher benötigen wir die onkologischen Befunde mit Angaben zur Tumorart, die bereits erfolgten Therapien sowie die Informationen der Bildgebung auf CD, als Ausdruck oder per Internet-Code zusammen mit den radiologischen Befundergebnissen.
Injektionstherapie unter Bildgebung
Wenn herkömmliche Verfahren wie Krankengymnastik oder Medikamente keine Wirkung zeigen, können Injektionen unter Bildgebung eine sehr effektive Alternative darstellen. Hierauf ist das Schmerzzentrum Inn-Salzach spezialisiert. Wir führen diese Injektionen unter Verwendung eines Röntgen-Bildwandlers durch. Die Methodik hierfür wurde von Schmerztherapeuten der International Spinal Intervention Society (ISIS) entwickelt und standardisiert.
Konservative, nicht-medikamentöse Therapie
Bei chronischen Schmerzen gibt es einige nicht-medikamentöse Therapieformen, die sich je nach Schmerzart bewährt haben. Hierunter fallen z.B. die Hauptbestandteile der sog. multimodalen Therapie wie Physiotherapie und Gesprächstherapie.
Individuelle medikamentöse Therapie
Für Patienten, die trotz Einsatz der oben genannten Therapieverfahren keine ausreichende Schmerzlinderung erfahren, können hoch-technisierte Verfahren wie die Rückenmarksstimulation oder die intrathekale Pumpenapplikation eine Alternative darstellen.
Weitere spezielle Therapieverfahren
Für jede Schmerzart gibt es spezielle Therapieverfahren wie z.B. Injektionen an schmerzauslösende Strukturen oder Infusionstherapien, die als Einzeltherapie oder im Serienverfahren schmerzlindernd wirken.
Alternative Therapieverfahren
Einige Therapieverfahren, wie z.B. Akupunktur, sind nicht Bestandteil der Schulmedizin; ihre Wirksamkeit konnte jedoch vielfach in Studien nachgewiesen werden. Für andere Verfahren ist unter Umständen die Studienlage nicht beweisend; dennoch profitieren einige Patienten davon.
Rückenmarksstimulation (SCS), intrathekale Therapie mit Schmerzpumpe
Für Patienten, die trotz Einsatz vieler der oben genannten Therapieverfahren keine ausreichende Schmerzlinderung erfahren können, können hoch-technisierte Verfahren wie die Rückenmarksstimulation oder die intrathekale Pumpenapplikation eine Alternative darstellen.