Nacken-, Rücken- und Kreuzschmerzen

Nacken-, Rücken- und KreuzschmerzenImmer mehr Deutsche leiden an Rückenschmerzen

Laut einer repräsentativen Studie der BKK ist die Zahl der unregelmäßig von Rückenschmerzen Betroffenen seit 1998 um 14 Prozent auf insgesamt 67 Prozent gestiegen. Die Zahl derer, die täglich von Rückenschmerzen betroffen sind, hat sich der Studie zufolge sogar verdoppelt. So gaben im Jahr 2008 ganze 15 Prozent der Befragten an, chronische Schmerzen im Rückenbereich zu erleiden.

 

Unsere Vision: Der ganzheitliche Therapieansatz durch den Spezialisten

Um Rückenschmerzen nachhaltig zu behandeln bietet das Schmerzzentrum Inn-Salzach spezielle und maßgeschneiderte Therapieverfahren, die dauerhaft von Schmerzen befreien können und damit Ihre Lebensqualität erhöhen. Die nachhaltige Schmerzlinderung bedingt natürlich auch die Bereitschaft des Patienten seinen Lebensstil auf die spezifische Problemlage hin anzupassen.

Im Folgenden geben wir Ihnen deshalb neben Informationen zur Anamnese, Diagnostik, und Therapie auch Hinweise über Ursachen von Rückenschmerzen und Möglichkeiten der Prävention.

 

 

Ursachen

Rückenschmerzen können auf sehr verschiedenen Ursachen beruhen und lassen sich nicht immer monokausal nur einer Erkrankung zuschreiben. Zudem zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass psychische Einflüsse oftmals eine Rolle spielen beim Auftreten von Rückenschmerzen. So ist z.B. die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ein Faktor, der nachweislich mit dem Auftreten von Rückenschmerzen zusammenhängt. Erkenntnisse wie diese zeigen die Wichtigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes bei der Betrachtung von Rückenschmerzen und einer entsprechenden Anamneserhebung.

 

Die häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen ermittelte eine britische Studie aus dem Jahr 2001:

Mechanische Ursache 97%

  • Unspezifische Lumbago: statisch, funktionell ,muskulär 70%
  • Degenerative Prozesse an Bandscheiben/Facetten: altersbedingt 10%
  • Frakturen: osteoporotisch 5%
  • Bandscheibenvorfall 4%
  • Spinalstenose 3%
  • Sondylolisthesis 2%
  • Kongenital: Kyphose, Skoliose, Übergangswirbel 1%

von anderen Organen ausgehend (viszerale Ursachen) 2%

  • Koronare Herzkrankheit mit z.B. Herzinfarkt
  • Zwölffingerdarmgeschwür
  • Gallenkoliken
  • Bauchspeicheldrüsentzündung
  • Aortendissektion
  • Lungenembolien
  • Rippenfellentzündung
  • Nierenbeckenentzündung
  • Nieren- oder Harnleitersteine
  • Gynäkologische Erkrankungen

Nicht mechanische Ursache 1%

  • Tumor
  • Infektion
  • M. Bechterew
  • M. Scheuermann

Anamnese und Diagnose

Röntgendiagnostik

Da die häufigste Ursachen für die Entstehung von Rückenschmerzen mechanischer Art sind,  hat die genaue Untersuchung des Körpers oberste Priorität.

Für eine moderne Diagnosestellung kommen unterschiedliche Diagnoseinstrumente in Frage. Klassische bildgebende Verfahren, wie Röntgenaufnahmen sind nur hilfreich bei der Analyse von knöchernen Veränderungen (z.B. Brüchen, Fehlstellungen und Osteoporose).

Für die Diagnose komplexerer Veränderungen nutzt das Schmerzentrum Inn-Salzach moderne Schichtbildtechnik,  wie z.B. die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT).

Das MRT und CT eignet sich insbesondere bei der Diagnose von ausgeprägten neurologischen Störungen und radikulären (in das Bein ausstrahlende) Kreuzschmerzen. Darüber hinaus eignen sich die Diagnoseverfahren bei besonders starken Schmerzen, langanhaltenden Schmerzzuständen und vor rückenmarksnahen Interventionen.

 

Diagnostische Blockaden

Bildgebende Verfahren sind wichtige aber nicht hinreichende Analyseinstrumente bei der Ursachenforschung komplexer Rückenschmerzen. Deshalb hat sich das Schmerzzentrum Inn-Salzach auf die Anwendung sogenannter diagnostischer Blockaden spezialisiert. Unter Einbeziehung bildgebender Verfahren betäuben wir punktgenau die Regionen die wir für schmerzauslösend halten. Sollte der Schmerz nach der Behandlung immer noch zu spüren sein, erfolgt ein nächster Schritt, in dem wir eine weitere Region betäuben. Mit Hilfe des Ausschlussverfahrens und weiterer Validierungsschritte lässt sich so die Schmerzursache genau lokalisieren. Diagnostische Blockaden sind vorwiegend ein Diagnoseinstrument. In einigen Fällen eignen sich Injektionen unter Beimischung geringer Mengen Kortison auch als Therapieverfahren.

 

Folgende Tabelle zeigt die am häufigsten vom Schmerzzentrum Inn-Salzach durchgeführten diagnostischen Blockaden:

 

Schmerzursache Blockadetechnik
Nervenwurzel Transforaminale Blockade
Facettengelenke Blockade des Ramus medialis des Spinalnerven
Iliosakralgelenk Intraartikuläre Blockade
Bandscheibe Diskographie

Therapieverfahren

Injektionstherapie unter BildgebungInjektionstherapie unter Bildgebung

Wenn herkömmliche Verfahren wie Krankengymnastik oder Medikamente keine Wirkung zeigen, können Injektionen unter Bildgebung eine sehr effektive Alternative darstellen. Hierauf ist das Schmerzzentrum Inn-Salzach spezialisiert. Wir führen diese Injektionen meist unter Verwendung eines Röntgen-Bildwandlers durch. Die Methodik hierfür wurde von Schmerztherapeuten der International Spinal Intervention Society (ISIS) entwickelt und standardisiert.

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Konservative, nicht-medikamentöse TherapieKonservative, nicht-medikamentöse Therapie

Bei chronischen Schmerzen gibt es einige nicht-medikamentöse Therapieformen, die sich, je nach Schmerzart, bewährt haben. Hierunter fallen die z.B. die Hauptbestandteile der sog. Multimodalen Therapie wie Physiotherapie und Gesprächstherapie.

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Individuelle medikamentöse TherapieIndividuelle medikamentöse Therapie

Für Patienten, die trotz Einsatz der oben genannten Therapieverfahren, keine ausreichende Schmerzlinderung erfahren, können hoch-technisierte Verfahren wie die Rückenmarsstimulation oder die intrathekale Pumpenapplikation eine Alternative darstellen.

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Weitere spezielle TherapieverfahrenWeitere spezielle Therapieverfahren

Für jede Schmerzart gibt es spezielle Therapieverfahren wie z.B. Injektionen an schmerzauslösende Strukturen oder Infusionstherapien, die als Einzeltherapie oder im Serienverfahren schmerzlindernd wirken.

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Alternative TherapieverfahrenAlternative Therapieverfahren

Einige Therapieverfahren, wie z.B. Akupunktur, sind nicht Bestandteil der Schulmedizin; ihre Wirksamkeit konnte jedoch vielfach in Studien nachgewiesen werden. Für andere Verfahren ist unter Umständen die Studienlage nicht beweisend; dennoch profitieren einige Patienten davon.

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SCS & intrathekale Therapie mit SchmerzpumpeRückenmarksstimulation (SCS), intrathekale Therapie mit Schmerzpumpe

Für Patienten, die trotz Einsatz vieler der oben genannten Therapieverfahren, keine ausreichende Schmerzlinderung erfahren können, können, hoch-technisierte Verfahren wie die Rückenmarsstimulation oder die intrathekale Pumpenapplikation eine Alternative darstellen.

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Prävention

Therapien zur Bekämpfung von organisch und psychologisch bedingten Rückenschmerzen sind vor allem dann vielversprechend, wenn sie durch die aktive Mitarbeit des Patienten unterstützt werden. Wichtige Präventionsmaßnahmen gegen Rückenschmerzen sind vor allem ein rückengerechtes Verhalten im Alltag, Bewegung und Rückengymnastik.

Einige  effiziente Rückenübungen zeigt die Trainerin Johanna Fellner.

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